Matthias Daxbacher Ist es doch nicht der Wert eines Kristalls, der mich Jahr für Jahr in die Berge zieht, sondern die Schönheit und Einzigartigkeit eines Jeden Einzelnen. Mein Nachbar hatte schon einige Kristalle auf unserem Hausberg gefunden. Mir gefielen diese auch sehr, so machte ich mich selber auf den Weg. Es war nur eine halbe Gehstunde von zu Hause entfernt, dort konnte man diese kleinen Kristalle finden. Ich trat auch der Ortsgruppe bei, weil mich diese Sache auch sehr faszinierte (1997). Beim „Stoahucka" (monatliches Treffen der Ortsgruppe) redete man viel über die Fundgebiete, also wollten mein Bruder und ich auch mal diese Gebiete durchsuchen. Weil wir aber nicht wussten, wo hier genau die klassischen Fundgebiete waren fragten wir einen Freund, der schon mit seinem Vater Steine suchen ging. Ihm war dieses Gebiet aber auch noch relativ unbekannt, also fingen wir bei der erstbesten Stelle an zu suchen. Ich hatte auch gleich Erfolg. Aus einem kleinen Hohlraum konnte ich zwei kleine Amethyste holen. Da der Quarz hier bereits zu Ende war, machte ich und mein Freund daran die Umgebung abzusuchen. Mein Bruder Norbert aber blieb und entfernte noch einige Schieferplatten bis ein kreisrundes Loch von 3cm sichtbar wurde. Er dachte sich, das wird doch nur ein leerer Spalt im Nebengesteinsein, aber vielleicht war es die Unwissenheit des Anfängers. Er stemmte noch etwas größer und beim ersten Griff hatte er den besten Amethystkristall in Händen den das Tal je gesehen hat und noch ein Zweiter. „Es gibt eh keine Steine mehr zu finden" hatten die Alten Stoasuacha oft gesagt. Vom Staunen kamen sie gar nicht mehr heraus, als sie die intensiv gefärbten Amethyste sahen. Waren doch bisher nur kleine mit schwacher Farbe bekannt. Viele der Alten sind bereits verstorben. Wir hatten aber noch das Glück, ihren Geschichten und Erlebnissen zu lauschen. Da ist schon manch 10 cm Spitzerl zu einem halbmeter Spitz geworden.(2005) Ein paar Jahre sind vergangen, da hingen wir mit dem Seil in der erstbesten Wand. Wir finden eine alte Kluft, doch hatten die Erstfinder die im Chlorit versteckten Bergkristalle übersehen. Mein Bruder und ich können Kristalle und Gruppen bis 20 cm bergen. Über dieser Wand war noch eine höhere, 100m seilten wir uns mehrere male ab, ohne größeren Erfolg. Wieder mal am Wandfuß angekommen fanden wir eine offene Kluft, die sehr schöne und große Periklinstufen lieferte. Da musst du erst 100m abseilen, wäre doch der Weg von unten weniger weit und schwierig gewesen. Manchmal musst du eben einen Umweg machen, um Neues zu entdecken und es gibt noch viel Neues zu entdecken.

Mittlerweile gibt es viele junge „Stoasuacha", die gerne in der Natur unterwegs sind, und wenn mal jemand Hilfe braucht kann man sich auf jeden verlassen. Bleiben gute Funde einmal aus, ist es auch egal. Wir müssen sie ja nichts finden, es ist ja nur ein Hobby!
Matthias Daxbacher  Australian Shepherd"
Meine Treue Begleiterin "Samy"

Matthias Daxbacher

 

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