Naturschutz

Das Aufsuchen und der Abbau von Mineralien und Versteinerungen:

Bei den hier in Betracht kommenden Tätigkeiten ist zu unterscheiden zwischen dem bloßen Sammeln von Mineralien und Versteinerungen wie etwa dem Aufsuchen und Aufheben einzelner Stücke im lockeren Gestein oder in Bachbetten und dem Abbau derartiger Gegenstände unter Verwendung bestimmter Hilfsmitteln wie Hämmer, Meisseln, Sprengstoffe usw., um sie aus ihrer Umgebung herauszulösen.Das bloße Sammeln bzw. Aufsuchen bzw. Aufsammeln solcher Fundgegenstände ist nach den naturschutzrechtlichen Vorschriften im Bundesland Salzburg grundsätzlich nicht beschränkt, es sei denn, es herrscht ein ausdrückliches Betretungsverbot für ein bestimmtes Gebiet.

Für den Abbau von Mineralien gilt folgendes:

1. In Sonderschutzgebieten sowie in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern ist dies grundsätzlich verboten. Allerdings gibt es in der Kernzone eine gewisse Anzahl von Personen, die aufgrund eines befristeten wissenschaftlichen Projektes die Berechtigung besitzen, Mineralien abzubauen.
2. In Naturschutzgebieten und sonstigen naturschutzrechtlich streng geschützten Gebieten ist der Abbau von Mineralien und Versteinerungen ebenfalls als Eingriff zu bewerten und ohne Ausnahmebewilligung verboten.
3. In der Außenzone des Nationalparks sowie in Landschaftsschutzgebieten ist der Abbau von Mineralien und Versteinerungen ohne naturschutzbehördliche Bewilligung nur unter folgenden Voraussetzungen gestattet:

Der Abbau erfolgt:

  • nur mit Handhämmern und Meisseln bis zur Länge von 30 cm,
  • außerhalb bewirtschafteter Almflächen und
  • außerhalb eines Bereiches von 50 m beiderseits gekennzeichneter Wege und Steige.

    4. Außerhalb der genannten naturschutzrechtlich besonders geschützten Bereiche ist das Aufsuchen und Gewinnen von Mineralien und Versteinerungen naturschutzrechtlich nur dann erlaubt, wenn dabei

    • keine Treib- und Sprengmittel,
    • keine Geräte mit Maschinenantrieb,
    • oder die Tätigkeiten unter Zuhilfenahme von Luft- oder Wasserdruck oder von chemischen Mitteln verwendet werden.


    Werden derartige Methoden eingesetzt, ist hiefür jedenfalls eine naturschutzbehördliche Bewilligung meist aber auch zusätzliche andere behördliche Bewilligungen, sowie die Zustimmung des Grundeigentümers erforderlich. Bitte beachten Sie auch, dass das planmäßige Aufsuchen und Gewinnen von Mineralien und Versteinerungen bzw. der Verkauf dieser Gegenstände an die vorige Zustimmung des Grundeigentümers gebunden ist! Nähere Auskünfte erteilt die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde.

    Qelle: http://www.salzburg.gv.at