Periklinkluft 2006

Im Frühling 2006 hatten ich und mein Bruder Norbert eine 150m hohe Wand im Visier die im umliegenden Bereich schon für viele aufseheneregende Funde bekannt geworden ist. Daher entschlossen wir uns, unser glück in der Wand zu versuchen und trugen die schwere Ausrüstung hinauf. Oberhalb der Wand bauten wir einen Standplatz zum Abseilen, und ich seilte mich zu einer vielversprechenden Stelle ab. Doch dort fand ich nur eine Kluft deren Inhalt schon vom Frost zerstört worden ist. Also seilten wir die Wand systematisch ab, jedoch ohne grösseren Erfolg. Als Norbert schon am unteren ende der Wand ankahman der es schon wieder etwas flacher wurde erspäte er an einen Felsen eine aufgeschlagene Stelle, an der sich eine Chloridspur entlangzog. Er machte sich vom Seil los und begann an dieser Stelle zu arbeiten, und schon bald kamen die ersten Bergkristalle zum vorschein die aber nicht sehr gross waren und auch noch etwas bizzar aussahen. Danach kamen auch noch Perikline mit einer Kantenlänge von bis ca. 4cm ans Tageslicht. Als ich sein treiben schon einige Zeitbeobachtet habe entschloss ich mich das Seil hinaufzuziehen, weil es schon ziemlich spät geworden ist und verstaute es unter einem Felsvorsprung. Danach stieg ich neben der Felswand zu Norbert hinab. Als ich bei ihm ankahm lagen schon sehr viel kleinere Bergkristalle und grössere Perikline neben der ca. 25cm breiten Kluft. Wir packten alles sorgfältig ein und gingen schwer beladen ins Tal. Wir stiegen noch öfters zu der Fundstelle auf um den Kluftinhalt zubergen. Die Kluft war ca. 4m lang und barg einige sehr schöne Periklinstufen und auch kleinere Bergkristalle.

Bergkristalle 2006

Im Sommer 2006 unternahm ich wieder eine Tour im schwierigen Gelände, als schon einige Stunden vergingen und ich noch keine grösseren Anzeichen einer Kluft endeckte nahm ich mein Fernglass und beobachtete die Gegend, und da sah ich einen Spalt im harten Gneis. Ich entschloss mich den Spalt genauer anzusehen, als ich dort ankahm sah ich eine offene Kluft und die erste Stufe war dem Absturz schon sehr nahe. Voller Freude begann ich die Bergkristallgruppen zu bergen. Die Kluft war etwa 1m hoch 1,5m tief und 40cm breit. Als mein Rucksack voll war begann ich den mühevollen Abstieg ins Tal, es wurde auch schon höchste Zeit den der Steinschlag in diesem Gebiet war nicht zu unterschätzen. Am Wochenende darauf stiegen ich mit meinen Bruder Norbert wieder zu dieser Stelle auf, und bargen noch einige gute Stufen. In der Kluft befanden sich neben wasserklaren Bergkristallen mit einer Größe von ca. 12cm auch noch Adular und Calzit.